HEIDELBERGER BÜRO FÜR FAMILIENFRAGEN UND SOZIALE SICHERHEIT (HBF)  

 Bundesweiter Presse- und INFORMATIONSDIENST  

Überparteilich - Verbandsunabhängig - Spendenfinanziert

TRÄGER: DEUTSCHER ARBEITSKREIS FÜR FAMILIENHILFE e.V., FREIBURG/BR

Leiter des Büros: Kostas Petropulos

Biesinger Str. 16, 72070 Tübingen, Tel: 07071-400690, PC-Fax: -400691, E-Post/Mail: FamilienbueroHD(at)kabelbw.de oder hbf-infodienst(at)heidelberger-familienbuero.de, www.heidelberger-familienbuero.de  

SPENDENKONTO: Bankhaus Mayer (Freiburg), Kto.-Nr. 1415280 (BLZ 680 300 00), IBAN: DE65 6803 0000 0001 4152 80, BIC: BKMADE61XXX  - Kennwort: Familienbüro"

 

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HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip - HBF-TV-Tip 

Tübingen, 1. Februar 2005

Mit Kind und Kegel in die Armut

 - Versagt die Familienpolitik?

 - Paroli! im NDR-TV am 1. Februar um 21:00-21:45 Uhr 

mit HBF-Beteiligung

 

 

Kinderarmut in Deutschland

 

Die Meldung ist erschreckend: Kinderarmut ist in Deutschland deutlich weiter verbreitet als bisher angenommen. Über eine Millionen Kinder leben in Deutschland von Sozialhilfe, jedes fünfte Kind ist von Armut betroffen. Das besagt eine neue Studie des Institutes für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt am Main (ISS).

 

Vernachlässigte Kinder sind Alltag in Deutschland. Immer häufiger melden Schulen, dass Kinder ohne Frühstück und Pausenbrot in den Tag starten. Arme Kinder hinken den anderen beim Lernen hinterher, haben Probleme in der Schule und viel geringere Berufschancen.

 

Längst betrifft das Problem auch die Mittelschicht. Die verfügbaren Familieneinkommen werden auch hier immer geringer, die Organisation des Familienlebens komplizierter, die Zeit für Kinder immer kürzer. Ein Teufelskreis.

 

Kinder sind, dem Armutsbericht zufolge, in Deutschland das größte Armutsrisiko. Wer Kinder hat, hat Nachteile. Eltern müssen mit ansehen, wie Kita-Gebühren steigen und Singles immer reicher werden. Von der Steuerreform profitieren vor allem die, die keine Kinder haben. So öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr.

Wer ist schuld an der fatalen Entwicklung?

Wie können wir unseren Kinder eine Zukunft geben?

 

Studiogast:

 

Ursula von der Leyen

- CDU-Mitglied seit 1990

- seit März 2003 niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

- seit Dezember 2004 Präsidiumsmitglied der CDU

 

Studiogast:

 

Katrin Göring-Eckardt

- seit 1990 Mitglied Bündnis 90

- seit 1998 im Bundestag

- seit 2002 Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen

 

 

Außengast: 

 

Kostas Petropulos

Kostas Petropulos arbeitet beim Heidelberger Familienbüro

"Kinder sind das Armuts- und Berufsrisiko Nummer 1", sagt Petropulos. Deshalb entscheiden sich immer mehr Paare gegen Kinder. Teilzeit oder eine längere Pause können sich wenige leisten – und Karriere machen ist fast unmöglich. Solange sich das nicht ändert, so Petropulos, werden vor allem Akademiker und gut Ausgebildete immer weniger Kinder bekommen. 

Gleichzeitig wächst die Zahl der Familien, die an den Rand der Leistungsfähigkeit gelangt oder sogar überfordert sind. "Diese Entwicklung gefährdet ganz unmittelbar die soziale und wirtschaftliche Stabilität, also die Zukunftsfähigkeit des Landes", so Petropulos.

 

 

Außengast:

 

Petra Dehmlow

Petra Dehmlow ist Leiterin der Therapeutischen Wohngruppen im Stephansstift

 

Der Stephansstift gehört zum Diakonischen Werk und ist der größte freie Träger im Bereich der Jugendhilfe in Hannover. In den Einrichtungen werden Kinder ab 6 Jahren betreut. Teilweise bleiben sie jahrelang in stationärere Behandlung.

In Niedersachsen steigt die Zahl psychisch kranker Kinder durch Medienverwahrlosung, Beziehungslosigkeit und die Hilflosigkeit der Eltern, mit den Problemen der Kinder und den eigenen Sorgen umgehen zu können. In der Stadt Hannover sind 2004 506 Kinder in stationärer Betreuung gewesen.

Gleichzeitig werden die Plätze in Wohngruppen und Heimen gestrichen. Die Kinder, die keinen Platz bekommen, "fallen durch den Rost" und "landen später als Kosten bei der Justiz".

 

Außengast:

 

Kornelia Rust-Bulmahn

Kornelia Rust-Bulmahn leitet den Verein "Hilfe für hungernde Kinder"

 

Kein Frühstück, kein Pausenbrot, kein Mittagessen. Viele Kinder in deutschen Schulen müssen mit leerem Magen lernen, weil sich ihre Eltern nicht richtig um sie kümmern. Das zumindest ist die Erfahrung, die Kornelia Rust-Bulmahn jeden Tag aufs Neue macht.

Deshalb organisiert sie seit vier Jahren Schulspeisungen, die die Kinder selbst zubereiten müssen. Viele Schüler lernen dort zum ersten Mal, wie Rosenkohl, Lauch oder Bananen schmecken. Von Zuhause kennen sie eher Chips, Cola oder Fertigkost. Längst sind nicht mehr nur Kinder aus sozial schwachen Familien mangelernährt. Auch der Nachwuchs aus der Mittelschicht müsse immer häufiger auf Butterbrot und gesunde Kost verzichten, so Rust-Bulmahn.

 

 

Nach der Sendung: Der Paroli!-Chat

Nach der Sendung geht die Diskussion weiter - im Paroli!-Chat 

mit Kostas Petropulos ab 21.45 Uhr hier auf diesen Seiten.

 

 

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SPRECHER des Büros: Kostas Petropulos - FACHBEIRAT: Wiltraud Beckenbach; Dr. Otfried Hatzold, Cycloplan, München; Christian Kennerknecht; Dr. rer. pol. Christian Leipert, Inst. für Sozialökologie (ISÖ, Bonn/Berlin), Europäisches Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit (Berlin); Alfred Rollinger, Vizepräsident des Sozialgerichtes Trier a.D. und ehem. Vorsitzender Familienbund, Bistum Trier; - GESCHÄFTSSTELLE Im Eck 3, 79199 Kirchzarten, Tel: 07661-62062, Fax: -62338